Laut unserer Anbauplanung beginnen wir die Saison mit den ersten Nachtschattengewächsen. Chili und Physalis brauchen am längsten, bis sie ihre Früchte ausreifen lassen. Daher kann man diese schon im Januar aussäen. Das bedarf allerdings viel Wärme und vorallem Licht. 25°C – 30°C brauchen die kleinen Samen zum Keimen, und UV-Licht brauchen die daraus hervorsprießenden, zarten Pflänzchen zum Wachsen.

Daher haben wir uns entschieden, die Anzuchtplatte auf die Waschmaschine zu setzen, direkt neben der Heizung. Wenn die auf volle Pulle gestellt ist, heizt sich unser kleines Badezimmer innerhalb eines Abends bis auf 30°C auf. Perfekt also, um die Samen in der feuchten Anzuchterde zum Keimen anzuregen. Noch die UV-LED-Lampe an einen Mikrofonständer darübergehangen, fertig.

Und warum nur eine Anzuchtplatte? Reicht denn das für den großen Folientunnel?

Nein, natürlich nicht. =) Diese Anzuchtplatte mit 96 Zellen haben wir mit Resten von Bio-Saatgut eingesät, die wir aus unserem holländischen Permakulturgarten mitgebracht haben. Wenn Du jeden Tag zu Hause sitzt und Dir eine Anbauplanung fürs kommende Jahr überlegst, dann kribbelt es einfch so dermaßen in den Fingern, dass Du nach altem Saatgut suchst, dass Du verwenden und schon mal aussäen kannst. 😀

Gleichzeitig haben wir wieder frisches Saatgut bestellt. Das wird dann plangemäß Anfang Februar ausgesät und kommt ebenfalls unter die Anzuchtlampe. Den Vorsprung, den die erste Platte hat, wird sich hoffentlich positiv Ende Juni auf die Ernteanteile auswirken ;D