Tja, da hat uns unsere allererste Saison letztes Jahr wohl ziemlich überrollt. Seit Mai 2019 gab es hier auf der Website keine neuen Newsbeiträge mehr. Das soll sich ab 2020 ändern. Wenigstens einen Beitrag im Monat haben wir uns vorgenommen.

Kleiner Rückblick auf 2019

Nach einem anstrengenden, stressigen, aber auch sehr aufregenden Frühjahr, in dem wir den Folientunnel aufgebaut, jede Menge Beete angelegt, die ersten Jungpflanzen ausgepflanzt und Infoabende veranstaltet hatten, wurde es ernst: Die ersten Erntekisten wurden verteilt. Pünktlich zum Eröffnungsfest, zu dem viele Mitglieder kamen und lauter Köstlichkeiten für das Festbuffet mitbrachten, konnten alle am Abend das erste Gemüse mit nach Hause nehmen. Von da an gab es jede Woche mehr. Die Hochsaison überforderte einige Mitglieder sogar, mussten immerhin bis zu 17 verschiedene Sorten Gemüse und Kräuter verarbeitet werden. Trotz 40°C Hitzewelle arbeiteten wir Gärtner lange Tage, und stießen dabei an unsere Grenzen. Als sich die Hochsaison im Sepember ihrem Ende neigte, konnten wir endlich wieder aufatmen. Das erste freie Wochenende, also INKLUSIVE Samstag, Anfang Oktober läutete daraufhin eine Erschöpfungsphase ein, die besonders Kerstin hart traf. An einigen der sonst so goldenen Herbsttage konnte sie die Gärtnerei nicht mehr sehen. Das führte zu einem schlechten Gewissen gegenüber den Mitgliedern und auch Youtube-Fans, die ebenfalls über den Sommer immer seltener von PermaGlück gehört hatten. Wir Gärtner sehnten uns zu der Zeit einfach nur noch nach dem Weihnachtsurlaub, was viele unserer Mitglieder in der Jahresendversammlung voll gestehen konnten. Sie fragten uns sogar, ob wir genügend Urlaub hätten und wollten mehr zur Unterstützung in die Gärtnerei eingebunden werden. Das fanden wir so rührend, und das nahm uns auch noch einmal Druck von den Schultern.

Die Gärtnerei Anfang 2020

Gut erholt starteten wir ins neue Jahr. Als erstes war die Anbauplanung und der Saatgutkauf dran, Kerstins liebster Moment in jedem Gartenjahr. Darauf folg die Jungpflanzenanzucht, ebenfalls Kerstins Steckenpferd. Dieses Jahr werden wir noch besser dokumentieren, also wann wir wieviel ausgesät haben, wie die Keimrate war, wohin und wann ausgepflanzt wurde, wie gedüngt, bewässert und gepflegt wurde, wieviele Ernten oder Ernteerträge es gab usw. Und während Kerstin mit den verschiedensten Exceltabellen beschäftigt war, die der zweiten Saison noch bessere Strukturen geben sollten, arbeitete Marcel an den Anzuchttischen. Diese sind nämlich jetzt beheizt und haben sich als sehr effektiv erwiesen. Die Pläne für eine Erntekarre hat er auch schon gezeichnet. Außerdem wurde die Gärtnerei mit Hilfe einiger fleißiger Mitglieder zum ersten Aktionstag des Jahres richtig aufgeräumt. Erntereste auf den Komposthaufen gebracht oder kleingehäckselt und die Beete mit Folie abgedeckt. Im Moment laufen die Vorbereitungen für die kommende Infoabende, und dieses Jahr zählen wir fest auf die Mundpropaganda unserer Mitglieder. Auch die Mitgliederversammlung Anfang März wird gerade vorbereitet.

Wie die kommende Saison aussehen wird

Genau wie letztes Jahr wird auch dieses Frühjahr für uns Gärtner wieder stressig und anstrengend. Denn wir ziehen um, also privat. Die neue Wohnung wird derzeit renoviert, und zwar von Grund auf. Der Einzugstermin schiebt sich – natürlich! – immer weiter nach hinten, im Moment liegt er bei Ende März. Das ist genau die Zeit, in der es dieses Jahr schon wieder die ersten Erntekisten geben wird. Dieses Mal für 50 Mitglieder, denn wir stocken auf! Unsere Anbauplanung hat gezeigt, dass wir unser Versprechen halten können, das wir den Mitgliedern bei der Jahresendversammlung gegeben haben: Trotz steigender Mitgliederzahl gleiche Ernten. Genauer gesagt sieht es so aus, dass von Ende März bis Weihnachten jedes Mitglied eine wöchentliche Erntekiste bekommt, die nicht so vielfältig und divers ist wie letztes Jahr, dafür sind die einzelnen Portionen größer. Es soll durchschnittlich 8 Gemüsekulturen geben, im Sommer maximal 12. Küchenkräuter werden ins Kräuterbeet hinter dem Folientunnel ausgelagert zur Selbsternte. Außerdem ist neu, dass wir Gärtner ab Weihnachten bis Mitte/Ende März des nächsten Jahres keine Ernten ausgeben, sondern Pause machen dürfen. Wobei wir natürlich ab spätestens Februar ja eh wieder im Folientunnel herumwuseln. Jungpflanzen wachsen nicht von allein. Und noch eine Neuheit soll es geben: Ein Solawi-Sommerfest!

Abschied von Mitgliedern

Wir Gärtner möchten uns von ganzem Herzen bei allen Mitgliedern bedanken, die sich entschieden haben, uns zu verlassen. Ihr habt uns unterstützt und uns mit durchs erste Jahr getragen! Ohne euch wüssten wir nicht, ob es uns heute noch geben würde! Wir werden euch vermissen. =)

Das heißt: Wieder freie Plätze bei der Solawi PermaGlück!

Im Moment haben wir 10 Plätze frei! Wer Lust hat, auch mal ein Jahr bei einer Solawi auszuprobieren, wer gerne regenerative Landwirtschaft unterstützen, oder einfach nur richtig leckers Biogemüse der Saison aus seiner eigenen Region haben möchte, der kann sich ab sofort bei uns melden. Eine Mitgliedschaft beginnt immer ab dem 1. März und läuft 12 Monate. Mehr Infos findet ihr unter „Solidarische Landwirtschaft“ -> „Häufig gestellte Fragen“.