Auf zwei Betriebszweige sind wir ganz besonders stolz: Unsere eigene Jungpflanzenanzucht und unsere Kompostwirtschaft. Beides betreiben wir mit Hingabe und Leideschaft!

Eigene

Anzucht
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Für uns fühlt es sich nur dann richtig „rund“ an, wenn wir unser Gemüse von Aussaat bis zur Ernte begleiten. Mit einer richtig guten Aussaaterde, drei beheizten Anzuchttischen und professionellen Arbeitsmitteln haben wir von Anfang an alle unsere Jungpflanzen selbst herangezogen. Vom einfachen Salat bis hin zur veredelten Tomate im Februar unter den Anzuchtlampen – wir lieben unsere kleinen grünen Babys einfach!
Wir nutzen Quick Pot Platten, die 77er, 150er und 228er. Dazu 10er Töpfe für die Fruchtgemüse. Unsere torffreie Anzuchterde kaufen wir bei Palaterra und können sie wirklich nur wärmstens empfehlen! Unser Saatgut bestellen wir bei Bingenheimer, Sativa und Behringmeier. Wir nutzen Vermiculite bei Lichtkeimeraussaaten. Anzuchterde wird bei Starkzehrern auch mal aufgedüngt mit einem Pulver namens Pflanzfein (ehemals Phytogries). Und dann nutzen wir noch zusammen mit Wurmpipi den Flüssigdünger Vinalga von der Firma Snoek, auch wärmstens zu empfehlen!

Eigener

Kompost
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Für uns fühlt es sich nur dann richtig „rund“ an, wenn wir unser Gemüse von Aussaat bis zur Ernte begleiten. Mit einer richtig guten Aussaaterde, drei beheizten Anzuchttischen und professionellen Arbeitsmitteln haben wir von Anfang an alle unsere Jungpflanzen selbst herangezogen. Vom einfachen Salat bis hin zur veredelten Tomate im Februar unter den Anzuchtlampen – wir lieben unsere kleinen grünen Babys einfach!
Neben den klassischen, heißen Kompostmieten haben wir zwei größere Wurmkompostanlagen aus Traubenbütten gebaut. Unsere fleißigen Würmis produzieren feinsten Humus, das schwarze Gold des Gärtners. Wir füttern sowohl ein paar Gartenabfälle direkt, als auch den Rohhumus aus den Heißrottehäufen. Wurmpipi aus den Bütten verwenden wir als Flüssigdünger bei den Jungpflanzen.
Darüber hinaus brauen wir unseren eigenen Komposttee in einem selbstgebauten Vortex-Brewer und bringen ihn anschließend über unser Bewässerungssystem in den Folientunneln und im Freiland aus. Komposttee beimpft den Boden mit lebendigen Mikroorganismen, die die Bodenkrümel formen, Nährstoffe für die Pflanzen verfügbar machen und den Boden nachhaltig verbessern.
DIY Wurmbütt – eine Anleitung zum Nachbauen
  • Schritt 1
    Man nehme eine 2000L Weinbütt aus glasfaserverstärktem Kunststoff und stelle sie an einen geeigneten Standort (Zone 2 oder 3 im Permakulturdesign). Mit Ziegelsteinen befüllen, die als Abstandhalter dienen sollen.
  • Schritt 2
    An zwei oder drei Stellen der Bütt Löcher auf Höhe der Ziegelsteine bohren, sodass Luft einziehen kann. Mit engmaschigem Drahtgitter gegen Ratten und andere Fraßfeinde versiegeln.
  • Schritt 3
    Eine Wellblechplatte irgendwoher recyceln, zuschneiden und an den Kanten mit Aluprofilen verstärken. Danach Abflusslöcher überall gleichmäßig verteilt in die Platte bohren.
  • Schritt 4
    Das Wellblech in die Bütt auf die Ziegelsteine legen. Es sollte eng am Rand anliegen und gut passen, damit nicht zuviel Wurmkompost nachher nach unten durchrutscht und später den Zapfhahn verstopft!
  • Schritt 5
    An der tiefsten Stelle auf der untersten Ecke der Bütt einen Zapfhahn einbauen. Direkt darunter eine stabile Maurerbütt in den Boden einbuddeln. Hier kann man später mit einem Eimer das Sickerwasser (Wurmpipi) entnehmen.
  • Schritt 6
    Jetzt kann die Wurmbütt befüllt werden. Geeignetes Bedding sind Kleintierstreu, Papierschnipsel, Laub und reifer Kompost. Die Schicht Bedding ca. 10 – 20cm machen und gut anfeuchten. Darüber die Kompostwürmer verteilen. Für eine 2000L Bütt haben wir 4kg Würmer gekauft (was gern doppelt so viel hätte sein dürfen). Die Würmer so schnell wie möglich mit einer hauchdünnen Schicht Grasschnitt, Küchenabfällen oder anderer frischen Biomasse und noch ein bisschen Bedding abdecken und vor UV-Licht schützen. Dann noch mal gut wässern und abschließen mit einer dicken Schicht Pappe.
  • Schritt 7
    Dieses System unserer Wurmbütten funktioniert nach dem horizontalen Prinzip. Geerntet wird später nur eine Hälfte der Bütt, nachdem die Würmer mit Futter auf die andere Hälfte gelockt wurden. Dann werden die Seiten gewechselt, die Würmer ziehen auf die leere Seite um, damit man die zweite Seite der Bütt beernten kann.
  • Schritt 8
    Nicht vergessen, die Bütten brauchen noch einen Deckel, um Fraßfeinde draußen zu halten! Dieses Hasengitter auf Holzrahmen kann man auch direkt als Sieb verwenden, durch das der Wurmkompost fein krümelig wird.

Im Market Gardening ist man normalerweise oftmals auf den jährlichen Kompost- und Düngereinkauf angewiesen. Ganz ohne werden wir auch nicht auskommen, dennoch können wir jetzt mit unseren beiden Wurmbütten einen gehörigen Anteil Dauerhumus aus unseren Ernteresten selbst produzieren. Und Flüssigdünger für die Jungpflanzenanzucht.

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  • Schritt 1
    Man nehme eine 2000L Weinbütt aus glasfaserverstärktem Kunststoff und stelle sie an einen geeigneten Standort (Zone 2 oder 3 im Permakulturdesign). Mit Ziegelsteinen befüllen, die als Abstandhalter dienen sollen.
  • Schritt 2
    An zwei oder drei Stellen der Bütt Löcher auf Höhe der Ziegelsteine bohren, sodass Luft einziehen kann. Mit engmaschigem Drahtgitter gegen Ratten und andere Fraßfeinde versiegeln.
  • Schritt 3
    Eine Wellblechplatte irgendwoher recyceln, zuschneiden und an den Kanten mit Aluprofilen verstärken. Danach Abflusslöcher überall gleichmäßig verteilt in die Platte bohren.
  • Schritt 4
    Das Wellblech in die Bütt auf die Ziegelsteine legen. Es sollte eng am Rand anliegen und gut passen, damit nicht zuviel Wurmkompost nachher nach unten durchrutscht und später den Zapfhahn verstopft!
  • Schritt 5
    An der tiefsten Stelle auf der untersten Ecke der Bütt einen Zapfhahn einbauen. Direkt darunter eine stabile Maurerbütt in den Boden einbuddeln. Hier kann man später mit einem Eimer das Sickerwasser (Wurmpipi) entnehmen.
  • Schritt 6
    Jetzt kann die Wurmbütt befüllt werden. Geeignetes Bedding sind Kleintierstreu, Papierschnipsel, Laub und reifer Kompost. Die Schicht Bedding ca. 10 – 20cm machen und gut anfeuchten. Darüber die Kompostwürmer verteilen. Für eine 2000L Bütt haben wir 4kg Würmer gekauft (was gern doppelt so viel hätte sein dürfen). Die Würmer so schnell wie möglich mit einer hauchdünnen Schicht Grasschnitt, Küchenabfällen oder anderer frischen Biomasse und noch ein bisschen Bedding abdecken und vor UV-Licht schützen. Dann noch mal gut wässern und abschließen mit einer dicken Schicht Pappe.
  • Schritt 7
    Dieses System unserer Wurmbütten funktioniert nach dem horizontalen Prinzip. Geerntet wird später nur eine Hälfte der Bütt, nachdem die Würmer mit Futter auf die andere Hälfte gelockt wurden. Dann werden die Seiten gewechselt, die Würmer ziehen auf die leere Seite um, damit man die zweite Seite der Bütt beernten kann.
  • Schritt 8
    Nicht vergessen, die Bütten brauchen noch einen Deckel, um Fraßfeinde draußen zu halten! Dieses Hasengitter auf Holzrahmen kann man auch direkt als Sieb verwenden, durch das der Wurmkompost fein krümelig wird.

Im Market Gardening ist man normalerweise oftmals auf den jährlichen Kompost- und Düngereinkauf angewiesen. Ganz ohne werden wir auch nicht auskommen, dennoch können wir jetzt mit unseren beiden Wurmbütten einen gehörigen Anteil Dauerhumus aus unseren Ernteresten selbst produzieren. Und Flüssigdünger für die Jungpflanzenanzucht.

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